Ausbildungssiegel vergeben:
„Gute Ausbildung entsteht nicht nebenbei“


Ausbildungssiegel der Handwerkskammer: Unternehmen aus Bochum und dem Ennepe-Ruhr-Kreis ausgezeichnet

HWK-Präsident Berthold Schröder und NRW-Arbeitsminister Karl-Josef Laumann überreichten die Auszeichnungen.

HWK-Präsident Berthold Schröder und NRW-Arbeitsminister Karl-Josef Laumann überreichten die Auszeichnungen.

Dagoberts Dächer Christian Müller GmbH & Co. KG

Dagoberts Dächer Christian Müller GmbH & Co. KG

Auto Spürkel GmbH & Co. KG

Auto Spürkel GmbH & Co. KG

Dittmar & Stachowiak Autodienst GmbH

Dittmar & Stachowiak Autodienst GmbH

Elektro Röll GmbH

Elektro Röll GmbH

Elektro Wieshoff GmbH

Elektro Wieshoff GmbH

Eine gute Ausbildung ist ein entscheidender Faktor für die Zukunft des Handwerks. Sie sichert den Fachkräftenachwuchs, stärkt die Betriebe und eröffnet jungen Menschen berufliche Perspektiven. Um das besondere Engagement von Handwerksunternehmen sichtbar zu machen, hat die Handwerkskammer (HWK) Dortmund auch in diesem Jahr wieder Betriebe mit dem Siegel für Ausbildungsqualität ausgezeichnet. Die Ehrung fand anlässlich des bundesweiten Tags des Handwerks am 18. September statt. HWK-Präsident Berthold Schröder und NRW-Arbeitsminister Karl-Josef Laumann überreichten die Auszeichnungen.
Auch das Ruhr-Handwerk war gut vertreten. Michael Dittmar und Thomas Stachowiak konnten bereits zum dritten Mal überzeugen, weshalb ihr Kfz-Betrieb in Bochum jetzt das Siegel fünf Jahre tragen darf. Alle anderen müssen sich nach drei Jahren erneut bewerben.
„Gute Ausbildung entsteht nicht nebenbei: Sie braucht Struktur, Zeit und Ausbilderinnen und Ausbilder, die Verantwortung übernehmen und junge Menschen verlässlich begleiten“, betonte Berthold Schröder. Karl-Josef Laumann betonte, qualifizierte Ausbildungen seien eine wichtige Grundlage für ein selbstbestimmtes Leben und böten den Betrieben zugleich die Möglichkeit, ihre Fachkräfte von morgen selbst auszubilden.

Fünf Ausbildungssiegel

Die Dagoberts Dächer Christian Müller GmbH & Co. KG bildet aktuell vier Dachdecker in unterschiedlichen Lehrjahren aus. Der 2012 gegründete Betrieb beschäftigt 13 Mitarbeitende. Geschäftsführer Christian Müller engagiert sich seit mehr als 25 Jahren im Prüfungsausschuss, seit Jahren auch als Vorsitzender. Mit dem Ausbildungssiegel möchte das Unternehmen zeigen, welchen hohen Stellenwert eine hohe Ausbildungsqualität hat. Das Siegel bedeute ihm sehr viel: „Weil wir anderen ein Vorbild sein möchten und das Dachdeckerhandwerk fördern wollen.“

Die Auto Spürkel GmbH & Co. KG blickt auf eine lange Ausbildungstradition zurück: Seit etwa 1965 bildete das 1958 gegründete Unternehmen mehr als 250 Nachwuchskräfte aus. Aktuell werden 13 Auszubildende in technischen und kaufmännischen Berufen qualifiziert, darunter Kfz-Mechatroniker, Karosseriebaumechaniker mit Schwerpunkt Reisemobiltechnik sowie Kaufleute für Büromanagement und Automobilkaufleute. „Die Ausbildung junger Menschen ist für uns weit mehr als eine gesetzliche oder unternehmerische Aufgabe – sie ist eine Investition in die Zukunft unseres Betriebs und unseres Handwerks“, so Prokurist Thorsten Kaminski. Die Bewerbung sei eine gute Gelegenheit, bestehende Prozesse zu reflektieren und weiterzuentwickeln.

Die Dittmar & Stachowiak Autodienst GmbH beschäftigt 17 Mitarbeitende, darunter sechs Auszubildende. Der Schwerpunkt liegt auf dem Beruf Kfz-Mechatroniker, ergänzt durch die Ausbildung im Büromanagement. Michael Dittmar betont, dass neben Schulnoten vor allem Interesse, Einsatzbereitschaft und Lernbereitschaft zählen. Zu den bislang 40 Auszubildenden seit der Gründung 1991 gehören auch junge Frauen in technischen Berufen, Geflüchtete oder Menschen, deren Lebenslauf nicht auf den ersten Blick perfekt erscheint. Die Auszeichnung sei Anerkennung, auch dafür, dass sich Ausbildung mit gestiegenen Anforderungen an den Beruf immer weiterentwickele, so Dittmar. 

Die Elektro Röll GmbH aus Hattingen bildet seit mehr als 40 Jahren Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik aus. Das 1971 gegründete Unternehmen beschäftigt 19 Mitarbeitende, darunter zur Zeit der Bewerbung acht Auszubildende. Der Betrieb setzt auf einen strukturierten Ausbildungsstart, regelmäßige Schulungstage, individuelle Betreuung und einen engen Austausch mit der Berufsschule. Der Geschäftsführende Gesellschafter Maximilian Röll sieht Ausbildung als nachhaltige Investition: „Wir möchten Schritt für Schritt Wissen, Verantwortung und Vertrauen übertragen.“ Umgekehrt profitiere das Unternehmen von jeder neuen Generation. Er betonte auch die positive Außenwirkung, die das Ausbildungssiegel habe.

Die Elektro Wieshoff GmbH aus Witten wurde bereits zum zweiten Mal mit dem Ausbildungssiegel ausgezeichnet. Das 1955 gegründete Unternehmen beschäftigt 44 Mitarbeitende und bildete seit seiner Gründung rund 70 Nachwuchskräfte aus. Aktuell werden 13 Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik ausgebildet. Eine Kauffrau für Büromanagement wurde nach ihrem Abschluss im Sommer übernommen. Geschäftsführer Heinrich Wieshoff möchte mit dem Engagement dem Fachkräftemangel entgegenwirken und jungen Menschen eine gute Grundlage für ihren Berufsstart bieten. Die erneute Auszeichnung versteht er als Bestätigung der bisherigen Arbeit und als Motivation, die Ausbildungsqualität gemeinsam mit dem Team weiter zu stärken.